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Freitag, 1. Juni 2012

Tag 6 - Die Ilha Grande OHNE Regen


Ilha Grande - eine Wanderung die länger wird als geplant

Die verschiedenen befragten Wetterdienste haben einheitlich Regen und Gewitter am Nachmittag angekündigt.
Beim Aufstehen morgens regnet es noch etwas, aber während des Frühstücks wird es immer freundlicher und heller. Badewetter ist das leider nicht.
Wir beschliessen eine kleinere Runde entlang der Nordküste, hier liegen ein früheres Lepra-Krankenhaus, das in den 40er/50er Jahren ein Gefängnis war. Ebenso ist ein Äquadukt zu bewundern, das mitten im Urwald steht und diese Station früher versorgt hat. Und es gibt wohl einige schöne Ausblicke auf die Küste und anderes.

Wir gehen los, entdecken ganze Krabbenfamilien mitten im Wald, das Lazarett ist ein ziemlich düsteres Gemäuer, die Zellen im Untergeschoss sind noch zu sehen. Das Viadukt steht mitten im Wald und ist gut erhalten.
Das Wetter bleibt stabil, wir entschliessen uns, die Tour auf weitere 1,5h auszudehnen. An den Stränden soll die Möglichkeit bestehen, mit Taxi Boats wieder zurück zum Haupthafen zu fahren.

Es geht steil bergauf und steil bergab mitten durch den herrlich grünen atlantischen Regenwald. Am Strand angekommen ist keinerlei Infrastruktur vorhanden, keine Taxi Boats und eine Reservierung per Handy klappt auch nicht.

Draußen ankert ein Ausflugsboot mit einem Bootsmann. Er versteht unsere Zurufe nicht. Da bleibt dann wohl nur 2h Rückmarsch durch den Wald. Und dann kommt uns die Bootsgruppe entgegen, sie hat einen Wasserfall besucht und will der Küste entlang weiter zum Schnorcheln und würden würden uns sogar mitnehmen! Leider bedeutet der Einstieg ins Boot bis zum Bauchnabel ins Wasser zu waten, ohne Badezeug kaum zu machen. Nur unser "Brasilianer" hat seine Badesachen eingepackt, also darf er mit. Wir anderen laufen los, kurz darauf klingelt das Handy: in 1,5h Entfernung wird das Boot an einem Steg anlegen, da könnten wir zusteigen und uns den mühsamen Rückweg sparen. Wir sagen "JAA".

Aber auch die 1,5 Stunden entlang der Küste zeigen sich als echte Herausforderung: es herrscht starkes Hochwassser, statt am Sandstrand zu laufen drücken wir uns an Pflanzen vorbei durchs knietiefe Wasser, wenn mal grade das Wasser zurückfließt und waten durch grüne Urwaldflüsse, die hier am Nordufer ins Meer fliessen.





Aber wir kommen durch und freuen uns dann an der langen Rückfahrt, die Ausblicke auf die überwundene Wanderstrecke entschädigen für alle Mühen. Die unkomplizierte Hilfsbereitschaft der Brasilianer und ihrer Gäste aus Brasilien, Chile und Argentinien sind echt beeindruckend.


Donnerstag, 31. Mai 2012

Tag 5 - Die Ilha Grande im Regen

Unsere Urlaubsinsel im tropischen Regen

Der Wetterservice hatte uns zwar schon vorgewarnt, aber Regen auf einer Trauminsel darf irgendwie nicht sein. Geplant hatten wir einen ganztägigen Strandtag auf der offenen Atlantikseite der Insel, eine schöne Wanderung von 2-3 Sunden dahin und dann am Abend Rückfahrt mit dem Boot.

Aber das passt nun gar nicht: grauer Himmel gleich am Morgen - und Regen war erst für den Nachmittag angekündigt.

Zwischendurch bricht plötzlich die Sonne durch:
Ilha Grande im Regen
Aber beim Frühstück regnet es bereits wieder, nicht stark, aber recht dauerhaft. Es ist warm und daher beschliessen wir eine verkürzte Wanderung zu einem Strand in 40min Entfernung. Die Pousada stattet uns mit großen Regenschirmen aus und los geht's incl. Badesachen.

Unterwegs fängt der Regen an stärker zu werden, der Pfad - wie die gesamte Infastruktur der Insel - ist ziemlich improvisiert, über Felsen und glitschige steile Wege das Ufer hoch und runter. Als wir am Strand ankommen steht dort glücklicherweise ein nettes Restaurant mit groooßem Dach. Das ist auch dringend nötig, kaum sind wir dort gießt es wie aus Kübeln. Trotzdem lassen wir uns einige leckere Fruchtsäfte und eine Cola Zero schmecken und warten im (fast) Trockenen das Ende des Tropenschauers ab. Dauert recht lange, aber es kommt.....
Zurück an der Pousada ist es wieder wärmer geworden, wir gehen trotz Regen baden - muss einfach sein !

Nachmittags ist chillen angesagt: Fotos sortieren, lesen, Mittagsschlaf etc. Die Gastgeberin bietet Kaffee, Tee und Knabbereien an - das passt super !

Abends gibt's leckere Pizza im Dorf.

Wir sind gespannt, wie das Wetter morgen sein wird, vielleicht klappt es ja da mit unserer Wanderung ?!

Mittwoch, 30. Mai 2012

Tag 4 - Unterwegs zur Ilha Grande

Ilha Grande, wir kommen !

Morgens um drei wecken uns die ersten Aufbauarbeiten für den Wochenmarkt direkt vor unserem Hotel. Der schöne Park mit seinen Bäumen und brasilianischen OpenAir Fitness-Geräten verwandelt sich in den nächsten Stunden in einen echten Marktplatz. Als wir um acht das Haus verlassen, stehen viele weiße VW-Busse um den Platz (T2 mit Heckmotor) und davor kunstvolle Lebensmittelberge.

Aber wir wollen los zu "unserer" Insel, der Ilha Grande, einer wunderschönen wilden Urlaubsinsel westlich von Rio. Der Verkehr raus aus der Stadt ist sehr stark, wir fahren auf neuen breiten Straßen und wo uns die zahlreichen Umleitungen hindern auch durch kleine Dörfer rechts und links.
Wir haben einen kleinen Fährhafen gewählt, das Auto bleibt auf dem Festland stehen, die Insel ist autofrei.



Ein Holzkahn bringt uns in 50min traumhafter Überfahrt zur Insel. Es ist richtig schön warm, so um die dreissig Grad. Am Kai werden wir per Namensschild  erwartet. Gabriel, der Gepäckträger packt unsere Taschen und Koffer auf seinen Handwagen und sprintet damit los, wir müssen uns anstrengen ihm hinterher zu kommen.



Unsere Pousada (so heißen die kleinen Hotels und Pensionen) liegt direkt am Strand, wir werden freundlich begrüßt und fühlen uns gleich wie zuhause. Wir machen uns am Nachmittag auf den Weg zu einer naheliegenden Praja (vgl. Playa im spanischen) und stürzen uns ins erfrischende Wasser und geniessen die warme Sonne. Um fünf wird's bereits dunkel, wir sind hier im Herbst.

Am Abend wählen wir das naheliegende Restaurant das heute einen Grillabend anbietet. Der Chef ist ein Deutscher der seit einigen Jahren hier auf der Insel lebt und sich über die Gäste aus Alemanha freut und von uns erfährt, dass sein Restaurant im Reiseführer positiv erwähnt wird.